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So lange es das Roaming hergibt...

@Baltic2017

Die letzten beiden Tage

Tag 15

Von Gyzicko nach Walsleben

Start KM: 104'490

End KM: 105'220 (muss schauen)

Gefahrene KM: 730km

Spritverbauch: 13l/100km

Mensch wohlauf - Beim Auto hört man nichts mehr (Strassen zu gut)

 

Aufmerksamen Lesern ist aufgefallen, dass der Blog in Polen, fast 1'000km vor der Ziellinie endet. Wie kann das sein? Ganz einfach - ich hatte noch keine Zeit, die letzten beiden Tage zu dokumentieren.

Mittlerweile sind wir beide wieder in der Heimat angekommen und erfreuen uns am Arbeitsleben *hust*. 

Doch der Reihe nach.

Für den 15. Tag stand die Reise bis nach Deutschland (genauer gesagt Walsleben bei Neuruppin) auf dem Plan. Ein Ritt von über 700km. Um 09:00 Uhr sind wir aufgebrochen auf unsere lange Tour. Ein kurzer Zeitcheck per Google Maps prophezeite uns über 10h Fahrt. Nach den ersten 60km (1h Fahrzeit) war klar, dass diese Prophezeiung zutreffend ist. 

Unsere Route führte uns über Olsztyn, Eylau, Bydgozcz, Walcz (man möge mir vergessene Querstriche, c,z,s nachsehen) nach Schwedt an der Oder und von dort nach Neuruppin.

Jetzt muss ich kurz mal überlegen, wie ich diese Strecke beschreiben soll... Also: Landschaftlich ist das wirklich schön. Vermutlich hätten wir noch viel mehr von der Landschaft gesehen, wenn es a) nicht wie aus Kübeln gegossen hätte und b) wir noch kleinere Strassen abseits der Hauptstrasse genommen hätten. Aber wie immer sass uns die Zeit im Nacken und wir wollten nicht erst Mitternacht in Walle (Walsleben) ankommen.

Nun sind die polnischen "Hauptstrassen" (vermutlich am besten mit einer Bundesstrasse in Deutschland zu vergleichen) leider so, dass sie alle paar Kilometer durch eine Ortschaft gehen. Weiterhin waren einige LKWs unterwegs, die auf der kurvenreichen Strasse auch erstmal überholt werden wollen (die Spritzigkeit unseres Rallyemobils ist ja wohl bekannt). Kurzum: Die Strecke zoooooooog sich Ewigkeiten. Noch dazu das miese Wetter. Irgendwann hatten wir dann Schwedt an der Oder erreicht. Hier konnten wir unseren "Task of the day" noch erfüllen. Mach ein Foto von dir, wie du die Fotos für das Roadbook entwickelst. Gut, die Entwicklung der Fotos der anderen Challenges hatten wir "outgesourced" aber trotzdem wollten wir ja so tun, als hätte wir es gemacht. Glücklicherweise führte unser Weg an einem "Ich bin doch nicht blöd" Markt vorbei, bei dem wir ein Foto "Gerry vor dem Fotodrucker" schiessen konnten und sofort ausdrucken konnten.

Als der Angestellte sah, was wir da für ein Foto ausdrucken, war er vermutlich kurz davor die Herren mit den weissen Jacken zu holen. Wir haben ihm dann kurz unsere Geschichte erklärt und er hat uns zwar immer noch für bekloppt gehalten ("Warum fährt man freiwillig 8'000km um die Ostsee?") aber der Klapse sind wir entkommen.

Eine Stunde später waren wir in Walsleben. Warum ausgerechnet Walsleben? Ganz einfach: Von dort ist man in 5min auf der A24 und 2h später in Hamburg. Und: meine liebe Cousine Dorit nebst ihrem Mann Andreas und den Kindern Gerwin und Hergen wohnen dort so schön, dass wir 2 Einzelzimmer und leckeres Abendbrot und Frühstück bekommen haben! Plus: Wir konnten am Sonntag noch 4 Challenges erledigen, weil auf dem Dorf sich eben alle kennen, zusammen halten und für jeden Spass zu haben sind! Danke Walle!

 

Womit ich zum letzten Tag komme.

 

Tag 16

Von Walsleben nach Hamburg

Start KM: 105'220

End KM: 105'495

Gefahrene KM: 275km

Spritverbauch: 13l/100km

Mensch wohlauf - Maschine nix zu hören.

Dieser Tag sollte der entspannteste unserer ganzen Reise werden. Nur noch gut 200km bis zu Ziellinie und Autobahn darf auch benutzt werden. Zeit also, mal etwas länger zu schlafen und entspannt zu frühstücken. Allzusehr konnten wir es nicht schleifen lassen, standen doch noch 4 Challenges auf dem Plan. 

1. Challenge: "Jack up danish style". Das Auto sollte auf Legoklötze, mindestens 10cm hoch gestellt werden. Zum Glück hatten die Kids reichlich grosse Legos da, so dass wir wenigstens die Vorderräder auf Lego stellen konnten.

2. Challenge: "Goat busters". Setze eine Ziege ans Lenkrad deines Rallye Vehikels. Ein grosser Vorteil, wenn man auf dem Dorf wohnt ist, dass es dort viele Tiere gibt. So hat sich der Bürgermeister von Walsleben bereit erklärt, seine Ziege zu überreden, mal kurz auf dem Fahrersitz Platz zu nehmen. Es hat etwas Überzeugungskraft und unzählige Stücken Trockenbrot gekostet - letztlich war die Ziege aber auch neugierig auf den Chevy :-) Das Ergebnis kann bei den Fotos bewundert werden.

3. Challenge: "An officer and a Gentleman". Trage einen Polizisten Huckepack. Vermutlich sind wir die einzigen, die das mit einem deutschen Polizisten hinbekommen haben :-) Auch hier zahlen sich Kontakte aus und ich weiss, wem ich ein Bier schulde. Keine Namen, keine Bilder aber herzlichen Dank dafür! ;-)

4. Challenge: "Thumbs up". Posiere mit den Einwohnern auf einem Dorf und deinem Auto und Daumen hoch. Hier haben wir immerhin 15 Leute zusammen bekommen. Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben!

Anschliessend haben wir entschieden, dass das Auto noch nicht so richtig nach Rallye durch Russland aussieht und deswegen wurde Gerry beauftragt, das Auto noch ein bisschen einzusauen. Dafür bot sich der Waldweg mit seinen riesigen Pfützen perfekt an. Ich hab in der Zeit noch die Fotos unsere heutigen Challenges bei einer Freundin meiner Cousine ausdrucken können. Hierfür noch mal herzlichen Dank an Catherin vom 3D-Baby Kino (in Walsleben gibt's echt ALLES!)

Alle Fotos waren im Roadbook eingeklebt, die Karre sah schön nach "Rallye" aus also was es langsam Zeit, auf die Zielgerade einzubiegen. Ab auf die A24 und bei Regen (hoffentlich wird das Auto nicht wieder sauber) in Richtung Hamburg. Kurz nach 16:00 Uhr wurde dann die Zielflagge für uns geschwenkt und wir waren am offiziellen Ende unserer Tour angekommen. Meine Eltern haben es sich nicht nehmen lassen, bei unseren Zieleinlauf live dabei zu sein, was mich sehr gefreut hat. Noch schnell das Roadbook für die Auswertung abgeben und dann überlegen, wie's weiter geht.

Letztlich haben wir entschieden, dass wir die Abschlussparty in Hamburg im "Alten Mädchen" noch mitmachen. Einfach auch um nochmal die Teams zu sehen mit denen wir in den letzten 16 Tagen Kontakt hatten. Ausserdem wollten wir wissen, wer gewonnen hat. Ihr auch? Hier sind die Sieger:

 

Platz 3: Team 130 "Kerle wie Jutta Kleinschmidt" (der geilste Teamname überhaupt)

Platz 2: Team 109 "Smart Step Racing" (die 3 Jungs mit dem Trabi - RESPEKT! für den Motorwechsel in 1h 200km vor der Ziellinie!)

Platz 1: Team 176 "Saab'n'Friends"

 

Die restlichen Platzierungen wurden nicht genannt. Wir hatten 405 Punkte - das Siegerteam sage und schreibe 755 Punkte.

 

Um 21:00 Uhr sind wir nach Hildesheim aufgebrochen, wo wir um 23:00 Uhr in einem Hotel eingecheckt haben. Somit waren wir schon mal fast 200km näher an der Schweiz in der wir nach weiteren 700km am Montag um 17:00 Uhr gesund und munter angekommen sind.

 

Das war die Baltic Sea Circle 2017 für uns. 

Ich hoffe, ihr hattet etwas Spass an meinen fast täglichen Berichten. Ich werde bei Zeit und Musse mal noch ein persönliches Fazit mit Empfehlungen für alle, die sich den Spass auch mal geben wollen, veröffentlichen.

 

So long!

Gerry & Sascha

 

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Tag 14

Von Pärnu nach Gyzicko (Lötzen in Polen)

Start KM: 103'784

End KM: 104'xxx (muss schauen)

Gefahrene KM: >500 (muss rechnen)

Spritverbauch: 12,6 l/100km

Mensch wohlauf - beim Auto wird's nicht besser

 

Langsam wird's Zeit, deutlich in Richtung Hamburg zu verlagern. Nachdem wir ja überraschender Weise in den letzten beiden Tagen nicht so viel Strecke gemacht haben, stand für heute mindestens Polen auf dem Plan. Dass wir Kaliningrad gestrichen hatten, erwies sich als gute Entscheidung. Teams, welche an der Grenze von Litauen nach Russland/Kalinigrad (Nida) standen meldeten Wartezeiten von über 6h für die Einreise! Gleiches Problem wie schon in Narwa - mit einem Mal steht ein riesen Pulk von Autos dort. 

Challenge of the day war "Finde den Berg der 1000 Kreuze und stelle ein selbst gebasteltes Kreuz auf". Dieser Ort befindet sich in der Nähe von Siauliai in Litauen. Wir sind nach 4h Fahrt gegen 14:00 Uhr dort angekommen. Bei guten 300km Fahrstrecke kann jeder die Durchschnittsgeschwindigkeit ausrechnen. Es ist ein ziemliches Gegurke über die Landstrassen. Noch dazu Regen und viele LKWs, die wir Touristen eben nicht so ambitioniert überholen wie die Einheimischen.

Der "Berg der Kreuze" ist ein Hügel (für Schweizer Verhältnisse), auf dem tausende von Holzkreuzen stehen, die von Pilgern dort aufgestellt wurden. Für die komplette Story empfehle ich den Link oben. Für mich ein eindrücklicher Ort, der den tiefen Glauben der Menschen in dieser Region hier widerspiegelt. 

Wir haben in einem kleinen Wäldchen ökologisch korrekt einen rumliegenden Ast verwendet und diesen per Säge und Zeltschnur (in zartem Signalgrün) zu einem Kreuz umgebaut. Anschliessend sind wir bei strömenden Regen auf den Hügel und haben uns nach dem Aufstellen des Kreuzes gewünscht, dass wir unsere Reise gesund beenden (bis einschliesslich ganz nach Hause versteht sich).

Gegen 15:00 Uhr ging's dann weiter in Richtung Polen. Eigentlich hatten wir Olsztyn auf dem Plan für die Übernachtung, da wir am 01.07. bis nach Neuruppin wollen. Da es immer später wurde, haben wir das Ziel nun aber etwa 100km weiter nach Osten verlegt und sind in Gyzicko (Lötzen) in einem Hotel untergekommen. Es regnet und stürmt wie verrückt - also haben wir wieder eine Ausreden, warum wir nicht zelten wollen ;-). Die Fahrt hierher hat fast 5h für 350km gedauert. Da waren noch Baustellen in Litauen und in Polen geht die Strasse einfach regelmässig durch Ortschaften - also auch hier ein rumgeeier auf 4 Rädern. Wir hatten ganz vergessen, dass wir bei der Einreise nach Polen wieder eine Stunde "geschenkt" bekommen. So waren wir halb neun im Hotel.

Für morgen stehen dann noch mal knapp 700km auf dem Plan für die wir um die 10h veranschlagen. Wir hoffen, die polnische Seenlandschaft ist das wert - was wir bisher gesehen haben, sieht trotz Regen sehr schön aus.

 

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Tag 13

Von Grossraum Tallinn nach Pärnu

Start KM: 103'521

End KM: 103'784

Gefahrene KM: 263km (ach du sch... jetzt müssen wir aufholen)

Spritverbauch: 12,3 l/100km

Mensch wohlauf - beim Auto rappelt's im Gebälk

 

Nach einer recht kurzen Nacht sind wir heute gegen elf aufgebrochen in Richtung Tallinn. Die Stadt wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen. Nach ca. 1h Stunde Fahrt waren wir in Tallinn und haben uns in der Nähe vom Fährhafen einen Parkplatz gesucht. Wir sind dann einfach mal auf gut Glück in Richtung Innenstadt gelaufen und haben ein fantastisches Restaurant gefunden, bei dem wir gut gegessen haben (Frühstück ist ja ausgefallen...).

Dann noch weiter durch die Altstadt, die in gutem Zustand ist und viele Sehenswürdigkeiten bietet. An dieser Stelle sollte ich diese vermutlich aufzählen. Kann ich aber nicht :-(. Letztlich lief es wie immer - links, rechts, links, geradeaus, Fotos machen weiter hetzen. As usual: v i e l - z u - w e n i g - Z e i t . Also kommt Tallinn mit auf die Liste "Städte, wo ich noch mal hin muss".

Die "Challenge of the day" musste ja auch noch erledigt werden: "Finde den See mit den alten Gebäuden (Knast?) in der Nähe von Rummu und mach ein Foto von dir beim Baden. Rummu ist ein paar Kilometer südwestlich von Tallinn. Stadtauswärts haben wir mal noch vernünftiges Kartenmaterial besorgt. Gerry war es leid, mit dem kyrillischsprachigen Atlas zu navigieren - noch blöder, wenn dort alles in lateinischen Buchstaben angeschrieben ist.. Nun hatten sie aber Estland auf einen recht kleinen Plan gequetscht, so dass die Auflösung nicht gerade der Hammer war und wir doch ein paar schöne Schnörkel im Tracking gemalt haben. Irgendwann haben wir Rummu dann gefunden. Blöderweise war dort heute ein Open Air Konzert, so dass wir nicht direkt zu diesem See kamen - zumindest nicht an die Stelle, wo der Knast im Wasser ist.

Wir haben das Bild vom See (ohne uns drin) gemacht - man munkelt, die Challenge wurde wohl ersetzt durch eine andere, die wir nicht kannten und kennen.

Mittlerweile war es schon fast um sechs und wir wollten ja noch nach Riga - Zeit also aufzubrechen. Die Fahrt zog sich Ewigkeiten und wir haben beschlossen, Riga sein zu lassen. Stattdessen haben wir uns ein Hotel in Pärnu gebucht. Für die Nacht und morgen wurde ordentlich Regen angesagt - ach und warum zelten und Dosenfutter, wenn man es doch soooo schön haben kann :-)

Das Hotel in Pärnu liegt direkt am Strand, so dass ich es sogar noch mal geschafft habe, in die Ostsee zu hüpfen. Im Restaurant haben wir dann den ganzen Tag noch mal kulinarisch abgerundet.

Ende vom Lied: Riga ist ersatzlos gestrichen (kommt evtl. auch auf die Liste) und wir wollen morgen bis nach Polen fahren. Die Idee ist, durch das "Land der 1000 Seen" in Polen zu fahren.

 

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Tag 12

Von St. Petersburg nach 50km vor Tallinn (östlich)

Start KM: 103'186

End KM: 103'521

Gefahrene KM: 335km

Spritverbauch: 12,3 l/100km

Mensch und Maschine wohlauf

 

Ich melde mich live von der Grenze zu Estland. Wir sind heute früh nach dem Frühstück gegen 10:00 Uhr für eine kurze Tour durch St. Petersburg aufgebrochen. Wir mussten bis 12:00 Uhr aus dem Hotel raus sein, entsprechend straff sind wir durch die Stadt gerannt. Wir haben zumindest so viel gesehen, dass ich auf jeden Fall nochmal her muss mit deutlich mehr Zeit im Rücken.

Nachdem wir Rad, Kanister und Holzkohlesack wieder auf dem Dach verstaut hatten, ging's raus aus der Stadt auf die E20 in Richtung Tallinn. Gerry's Navigationsfähigkeiten waren wie gehabt über jeden Zweifel erhaben :-)

Wir haben von unserem Hotel bis zum Grenzübergang ca. 2h gebraucht (mit Tanken und Hot Dog essen). Jetzt stehen wir an der Grenze und die Gerüchte über den langen Grenzübertritt scheinen sich zu bewahrheiten. Wir sind eine ca. 500m lange Autoschlange entlang gefahren um uns dort hinten anzustellen. Die Grenze ist noch nicht in Sichtweite. Bis jetzt sind wir knapp 400m weiter gekommen. Scheinbar werden immer ein paar Autos gleichzeitig durchgelassen. Sieht so aus, als würden wir nicht pünktlich zur BSC-Party kommen. Hinter uns sind noch 10-20 Teams. Hätten wir das gewusst, wären wir vermutlich noch 4h länger in St. Petersburg geblieben. Tendenziell wird die Schlange wohl eher kürzer. Wir haben es uns mit einer Bud Spencer und Terence Hill Klamotte auf dem Tablet gemütlich gemacht und nebenbei kann ich den Blog noch etwas pflegen.

Einen Tag später nun noch ein kleines Update:

Wir haben sage und schreibe 4h gebraucht, bis wir über die Grenze waren. Es war tatsächlich so, dass an er ersten Schranke 5-6 Autos durch gelassen wurden, die sich dann an der Zoll- und Passkontrollstation weiter angestellt haben. Am Zoll wurde das Auto wieder ausgeführt (wir haben es ja nur temporär eingeführt) und natürlich die Papiere gründlichst kontrolliert. Anschliessend schnarchte ein Zöllner um's und durch's Auto und hat uns gebeten über unsere mitgeführten Drogen Auskunft zu geben. Nachdem wir Koks, Crack und Heroin ordnungsgemäss deklariert hatten durften wir dann weiter an die Grenze von Estland. Hier wurde nur die Fahrgestellnummer vom Auto und der Pass kontrolliert und die EU hatte uns wieder. 

Bis zur Partylocation hatten wir nun noch 1.5h Weg vor uns. Wir waren haben dann noch einen kleinen Schlenker über Feldwege gemacht, damit unser Auto schön staubig und somit nach Abenteuer aussieht (ok... wir haben uns verfahren).

Wir waren so ziemlich mit die letzten Teams, ob wohl noch 2h später Teams eintrudelten, die am Zoll hinter uns waren.

Die Party Location war richtig schön. Es gab eine Sauna, ein riesiges Partyzelt, super Essen und Bier sowie viele spannenden Geschichten von den anderen Team. Rundum ein schöner Abend, den wir dann gegen halb drei mit leichter Schlagseite beendeten.

Für den nächsten Tag steht Tallin auf dem Programm und dann die Weiterreise nach Riga.

Challange of the Day haben wir erfüllt - Party Location gefunden.

 

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Tag 11

Tag 11

 

Von Pedrosawodsk nach St. Petersburg (Leningrad)

Start KM: 102'720

End KM: muss ich noch schauen

Gefahrene KM: muss ich noch rechnen

Spritverbauch: 12,3 l/100km

Mensch wohlauf - Maschine haben wir nichts gesehen

 

Es geht wieder deutlich Richtung politisches Europa. Unsere heutige Etappe hat uns von Petrosawodsk nach St. Petersburg geführt. Wir haben vorher noch einen kleinen Abstecher an den Onegasee gemacht, an welchem Petrosawodsk ja nun direkt liegt. Mein Plan, dort eine Runde schwimmen zugehen wurde vom Wetter aber auch (hauptsächlich sag ich mal jetzt) vom Faktor Zeit durchkreuzt.

Also ab auf die E105 weiter in Richtung Süden. Die Landschaft wurde nicht wirklich spannender, dafür aber die Fahrmanöver der Einheimischen. Mit zunehmendem Verkehr sank auch die Hemmschwelle für Überholmanöver. Ich hatte ja schon viel über die sportliche Fahrweise gelesen und gehört und konnte das bisher nicht bestätigen. Nun waren aber auf dem Weg nach St. Petersburg deutlich mehr LKWs und PKWs auf der Strasse. Entsprechend stieg der Druck der Einheimischen, diese möglichst schnell zu überholen. Also wurde gebolzt, was das Zeug hielt. Getreu nach dem Motto "ich fang mal an zu überholen, wenn was kommt fahr ich irgendwie wieder rechts rein". Da waren Nummern dabei, die mir regelmässig die Kinnlade runter klappen liessen. Für Unterhaltung war also gesorgt. Wir haben noch versucht, an den Ladogasee zu kommen, konnten aber diesen einen blöden Kanal nicht überwinden. Blöd gelaufen. Kurz vor St. Petersburg haben wir noch einen Stadtplan besorgt um unsere Hotel zielgerichtet ansteuern zu können. Gerrys Navigationskünste sorgten (trotz mangelnder Kenntnis der kyrillischen Schrift) dafür, dass wir unser Hotel beim ersten Versuch direkt gefunden haben. Netter Weise hatte das Hotel eine Tiefgarage, in welches wir unseren edlen Rallyeboliden stellen konnten. Blöderweise erwies sich diese mit 2m Deckenhöhe als zu niedrig (hätte ich nicht gedacht...) so dass wir unseren Dachkorb noch von Kanister und Ersatzrad befreien mussten. Das kostet morgen gehörig Zeit, wieder alles festzuschnallen :-(

Nach der Aktion erwartete uns unsere Tages Challenge: Finde die Bar "Djune" und nenne den Angestellten dort das geheime Losungswort "Russian Viking". Dank unseres Stadtplans konnten wir die Adresse schnell finden und entschieden uns per Metro dort hin zu fahren. Nach etwas Sucherei haben wir die Bar gefunden und unser Goodie für die geheime Botschaft bekommen, welche wir in unser Roadbook kleben müssen. Wir sind dort natürlich mit den anderen Teams ordentlich versumpft und werden uns nun morgen 1-2 Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchlauf anschauen. Es geht dann nämlich direkt weiter in die Nähe von Tallin zur 2. Party der Baltic Sea Circle. Dort treffen wir dann auch auf die Teams, die durch Finnland gefahren sind. Strecke sind ca. 400-500km mit der unbekannten Variablen namens "Grenzübertritt von Russland in die EU".

Fotos gibt's leider nicht sooo viele heute, ich war hauptsächlich mit Fahren beschäftigt :-(

 

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