Tag 11

Tag 11

 

Von Pedrosawodsk nach St. Petersburg (Leningrad)

Start KM: 102'720

End KM: muss ich noch schauen

Gefahrene KM: muss ich noch rechnen

Spritverbauch: 12,3 l/100km

Mensch wohlauf - Maschine haben wir nichts gesehen

 

Es geht wieder deutlich Richtung politisches Europa. Unsere heutige Etappe hat uns von Petrosawodsk nach St. Petersburg geführt. Wir haben vorher noch einen kleinen Abstecher an den Onegasee gemacht, an welchem Petrosawodsk ja nun direkt liegt. Mein Plan, dort eine Runde schwimmen zugehen wurde vom Wetter aber auch (hauptsächlich sag ich mal jetzt) vom Faktor Zeit durchkreuzt.

Also ab auf die E105 weiter in Richtung Süden. Die Landschaft wurde nicht wirklich spannender, dafür aber die Fahrmanöver der Einheimischen. Mit zunehmendem Verkehr sank auch die Hemmschwelle für Überholmanöver. Ich hatte ja schon viel über die sportliche Fahrweise gelesen und gehört und konnte das bisher nicht bestätigen. Nun waren aber auf dem Weg nach St. Petersburg deutlich mehr LKWs und PKWs auf der Strasse. Entsprechend stieg der Druck der Einheimischen, diese möglichst schnell zu überholen. Also wurde gebolzt, was das Zeug hielt. Getreu nach dem Motto "ich fang mal an zu überholen, wenn was kommt fahr ich irgendwie wieder rechts rein". Da waren Nummern dabei, die mir regelmässig die Kinnlade runter klappen liessen. Für Unterhaltung war also gesorgt. Wir haben noch versucht, an den Ladogasee zu kommen, konnten aber diesen einen blöden Kanal nicht überwinden. Blöd gelaufen. Kurz vor St. Petersburg haben wir noch einen Stadtplan besorgt um unsere Hotel zielgerichtet ansteuern zu können. Gerrys Navigationskünste sorgten (trotz mangelnder Kenntnis der kyrillischen Schrift) dafür, dass wir unser Hotel beim ersten Versuch direkt gefunden haben. Netter Weise hatte das Hotel eine Tiefgarage, in welches wir unseren edlen Rallyeboliden stellen konnten. Blöderweise erwies sich diese mit 2m Deckenhöhe als zu niedrig (hätte ich nicht gedacht...) so dass wir unseren Dachkorb noch von Kanister und Ersatzrad befreien mussten. Das kostet morgen gehörig Zeit, wieder alles festzuschnallen :-(

Nach der Aktion erwartete uns unsere Tages Challenge: Finde die Bar "Djune" und nenne den Angestellten dort das geheime Losungswort "Russian Viking". Dank unseres Stadtplans konnten wir die Adresse schnell finden und entschieden uns per Metro dort hin zu fahren. Nach etwas Sucherei haben wir die Bar gefunden und unser Goodie für die geheime Botschaft bekommen, welche wir in unser Roadbook kleben müssen. Wir sind dort natürlich mit den anderen Teams ordentlich versumpft und werden uns nun morgen 1-2 Sehenswürdigkeiten im Schnelldurchlauf anschauen. Es geht dann nämlich direkt weiter in die Nähe von Tallin zur 2. Party der Baltic Sea Circle. Dort treffen wir dann auch auf die Teams, die durch Finnland gefahren sind. Strecke sind ca. 400-500km mit der unbekannten Variablen namens "Grenzübertritt von Russland in die EU".

Fotos gibt's leider nicht sooo viele heute, ich war hauptsächlich mit Fahren beschäftigt :-(